Misophonie-Behandlung nach Dozier

Von Misophonie spricht man, wenn bestimmte Geräusche, egal ob laut oder leise, eine extreme emotionale Reaktion wie Wut oder Ekel hervorrufen. Häufig sind es Ess- und Kaugeräusche, die als sogenannte “Trigger” wirken, prinzipiell kann es aber jedes sich wiederholende Geräusch sein.
Misophonie beginnt oft zu Beginn der Pubertät und treibt die Betroffenen in die soziale Isolation, sie fühlen sich völlig unverstanden und hilflos ihren extremen Gefühlen ausgeliefert.

Die Behandlung von Misophonie steckt noch in den Kinderschuhen. Aktuell setzt sich die Erkenntnis durch, dass es sich hier um einen konditionierten Reflex handelt. Das ist etwas völlig anderes als z.B. eine Phobie oder eine Zwangserkrankung und wird auch völlig anders behandelt, denn Expositionen, wie sie bei Ängsten und Zwängen angezeigt sind, können eine Misophonie sogar verschlimmern.

Der amerikanische Forscher Thomas Dozier ist Vorreiter auf dem Gebiet der Behandlung von Misophonie und hat Strategien entwickelt, um einerseits besser mit Misophonie leben zu können und andererseits den misophonischen Reflex aufzulösen.

In meiner Praxis halte ich mich bei der Behandlung an Doziers Konzept der ‚Neural Repatterning Technique‘ (siehe misophoniatreatment.com). Ich veranschlage drei Sitzungen mit folgenden Inhalten:

Erste Sitzung

  • Eingangsgespräch und Diagnose (Abgrenzung von Hyperakusis, Phonophobie oder Hochsensibilität)
  • Beratung: Maßnahmen für zuhause, um eine Trigger-Ausweitung zu verhindern und den Miso-Schweregrad zu senken (Misophonie Management)
  • Training: Muskelentspannungstechniken für zuhause, mit dem Ziel, den Triggermuskel bewusst entspannen zu können, was dann wiederum die misophonische Reaktion auflöst
  • Nach der ersten Sitzung: Erstellung von zwei Audiodateien – eine, mit der der Triggermuskel identifiziert werden kann und eine, mit der der misophonische Reflex bezüglich eines Triggers gegenkonditioniert und damit aufgelöst wird

Zweite Sitzung

  • Identifikation des Triggermuskels
  • Gegenkonditionierung des ersten Triggers

Dritte Sitzung

  • Gegenkonditionierung weiterer Trigger soweit notwendig

Die Sitzungen finden in der Praxis für Psychotherapie in der Nieberdingstr. 15 in 49393 Lohne statt. Terminabsprache unter 04442/921153 oder web@febe.de.

Literatur: Misophonie verstehen und überwinden von Thomas Dozier

Projekthistorie – 2015: Buch ‚Wortschatz Gefühle und Bedürfnisse: 680 gefühlvolle Momente aus 346 Werken berühmter Autoren‘

Seit Jahren begeistere ich mich für Marshal B. Rosenbergs ‚Gewaltfreie Kommunikation‘. Diese “Sprache des Herzens” geht davon aus, dass Empathie eine Grundvoraussetzung gelingender Kommunikation ist. Das Mitteilen von Gefühlen und Bedürfnissen fördert diese empathische Verbindung im Gegensatz zu Urteilen, Interpretationen oder strategischen Überlegungen. Das setzt aber voraus, dass man über einen gewissen Gefühls- und Bedürfnis-Wortschatz verfügt, denn um mehr “Herz” in die Kommunikation einfließen zu lassen, ist es erforderlich, dass “der
reife Mensch die Fähigkeit entwickelt, Gefühle in genau so viele Nuancen, starke und leidenschaftliche oder feinere und gefühlvollere, zu differenzieren, wie sie auch in den unterschiedlichen Musikpassagen einer Symphonie vorkommen”, so der Psychoanalytiker Rollo May. Alle positiven Gefühlslagen mit “gut” und alle negativen mit “nicht gut” zu bezeichnen, ist dagegen, mit Mays Worten ausgedrückt, “so begrenzt wie die Töne eines Hornbläsers”. Das gleiche gilt natürlich auch für das Erkennen und den Ausdruck unserer Bedürfnisse. Wer
nur ein “Ich brauch’ nix” kennt, dem ist schwer zu helfen – braucht er gerade Ruhe? Oder doch Verständnis? Genau um diesen Wortschatz geht es in diesem Buch.

Der erste Teil ist ein Lesebuch mit 680 Auszügen aus verschiedensten Werken bekannter Autoren, in denen es jeweils um ein Gefühl oder ein Bedürfnis geht.1 Hier geht es um den passiven Wortschatz: Das ist umgangssprachlich ausgedrückt der Wortschatz, der verstanden wird. Die Größe dieses Wortschatzes verändert sich ständig, und wenn sie viel lesen, insbesondere komplexe Inhalte, erweitern sie ihren passiven Wortschatz sehr schnell. Der passive Wortschatz bei muttersprachlich Deutschen liegt etwa zwischen 10.000 und 100.000 Wörtern.

Im zweiten Teil geht es darum, den erlesenen passiven Wortschatz in einen aktiven zu verwandeln. Das ist der, der im täglichen Gebrauch verwendet wird. Er wird auf durchschnittlich 8.000 bis 15.000 Wörter geschätzt. Dazu ist ein Arbeiten mit den Wörtern unerlässlich, was hier u.a. mit dem Stadt-Land-Fluss-Prinzip realisiert wird.

Interessenten schicke ich gern ein kostenloses Rezensionsexemplar zu, einfach bei mir melden!

Auszüge habe ich noch auf die Facebook-Seite zum Buch gestellt.

Projekthistorie – 2014: CD ‚Alle 2 Minuten ein Ping‘

Nach einem Kurs in Jin Shin Jyutsu suchte meine Frau eine Musik, die ihr in regelmäßigen Abständen ein Signal für den Positionswechsel gibt. Wir sind nicht fündig geworden und haben kurzerhand selbst etwas gemacht. Zu einer Musik von Klangkünstler Hilmar Hajek habe ich das Geräusch einer Klangschale (Indische Assam Zwei-Planeten-Ton Klangschale) hinzugefügt. Je nach Bedarf gibt es unterschiedlich lange Tracks (6, 15, 30, 45 und 60 Minuten) mit dem Ping in Abständen von 30 Sekunden, 2, 3 oder 5 Minuten.

Hier ist die Variante 6 Minuten mit einem Ping alle 30 Sekunden, passend z.B. für eine Behandlung mit ‚The Healing Code‘:

Mehr dazu auf der Seite von Amazon. Die unterschiedlichen Varianten gibt es als mp3 bei Amazon oder als Video bei Vimeo.

Projekthistorie – 2012: Buch ‚Basiswissen Psychiatrie / Psychotherapie‘

…für Heilpraktiker kurzgefasst in Wort und Kullerköpfen – Ein Lernskript für den Überblick und als Lernhilfe‘ Dieses Buch habe ich aus dem Skript entwickelt, das ich mir für meine eigene Prüfungsvorbereitung geschrieben habe. Hat sich zu einem echten Überraschungserfolg entwickelt.

Die Kapitel ‚Krankheitsbilder‚ habe ich auch für  YouTube aufbereitet. Blick ins Buch auf der Amazon-Seite.